Winterdeko wird häufig mit Weihnachtsdeko gleichgesetzt. Wer sich aber einmal vor Augen führt, dass der Winter viel länger dauert, als der Advent und die Weihnachtsfeiertage zusammen, bemerkt auch schnell, dass Winterdeko nicht automatisch Weihnachtsdeko sein muss. Der meteorologische Winter erstreckt sich auf die Monate Dezember, Januar und Februar. Der astronomische Winter beginnt hierzulande erst kurz vor Weihnachten und endet erst im fortgeschrittenen Monat März. Das Wetter und die Sterne sind also schon einmal dafür, dass der Winter mehr ist als die Weihnachtszeit. Und wie steht es mit Ihnen: Haben Sie Lust, Ihr Zuhause mit einer speziellen Winterdeko zu schmücken? Im Folgenden erfahren Sie, was Winterdeko und Weihnachtsdeko unterscheiden könnte und wie lange es sich lohen könnte, winterlich zu dekorieren.

Winterdeko und Weihnachtsdeko – welchen Unterschied gibt es?

Es gibt unzählige Möglichkeiten, Winterdeko gestalterisch von Weihnachtsdeko abzugrenzen, auch wenn beide Arten zu dekorieren unter anderem auf das Engste mit einer Natur im Tiefschlaf verbunden werden. Oft fällt eine Weihnachtsdeko aufgrund des festlichen Anlasses sehr viel bunter und üppiger aus als eine Winterdeko, vielleicht auch, da man der Natur im Tiefschlaf etwas Lebendiges und besonders Fröhliches entgegensetzen möchte. Dies bedeutet aber auf keinen Fall, dass eine Winterdeko, die einfach der Schönheit der kalten Jahreszeit und nicht einem Fest gewidmet ist, keine Daseinsberechtigung hätte.

Licht spendende Laterne im Winter

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Vor allem wenn die Festtage vergangen sind, sehnt sich mancher nach einer Winterdeko, die einfacher und dezenter ist als eine Weihnachtsdekoration, die aber dennoch die schönen Seiten der Jahreszeit in den Mittelpunkt stellt. Um eine solche zu erhalten, hilft es manchmal schon, die weihnachtliche Dekoration einfach etwas abzuspecken. So könnten etwa Weihnachtskugeln und andere bunte und ggf. glitzernde Dekoelemente verschwinden, während Arrangements aus Nüssen, Zweigen und anderen schönen Naturmaterialien noch erhalten bleiben, um als Winterdeko zu dienen. Wer mag, kann aber natürlich auch etwas gänzlich Neues basteln oder gestalten, um dem eigenen Charakter einer Winterdeko noch mehr Ausdruck zu verleihen. Natürliche Farben und Materialien bleiben auch hier gefragt, da sie das Auge nach der weihnachtlichen Dekoration wieder etwas mehr zur Ruhe kommen lassen und die winterliche Natur ins Haus bringen. Sie lassen sich aber vielleicht in einen etwas anderen Kontext stellen. Statt Weihnachtsterne zu basteln, könnte man sich beispielsweise auf Eiskristalle aus Naturmaterialien (aus Ästchen, Holz, etc.) verlegen: Sie haben mehr einen winterlichen als weihnachtlichen Bezug und unterscheiden sich von Sternen durch die vielen hübschen Verästelungen. Zur Winterdeko passt zudem auch hübsch in Schalen arrangiertes Winterobst besser als Süßigkeiten in glitzernden Verpackungen. Tolle natürliche Produkte als Bastelmaterialien für eine Winterdeko, die nicht zu weihnachtlich anmuten, sind unter anderem auch Birkenscheiben, Wurzeln und Moos. Werden Sie einfach selbst kreativ und Sie werden mit Sicherheit viele eigene Ideen entwickeln können, die Ihre Winterdeko einmalig machen!

Wie lange winterlich dekorieren?

Orientiert man sich am meteorologischen Winter im oben erläuterten Sinne, könnte man zu der Überzeugung gelangen, dass die Weihnachtsdeko Teil der Winterdeko ist: Demnach wäre es also erst einmal im Dezember Zeit für die Weihnachtsdeko, da hier natürlich auch alles vom Advent beherrscht wird. Nach Weihnachten könnte dann noch in den Monaten Januar und Februar die Winterdeko zum Zuge kommen. Bezieht man sich auf den astronomischen Winter, wäre die früh angebrachte Weihnachtsdeko sogar fast gar keine Winterdeko. Das kommt dem Gedanken, dass die weihnachtliche Dekoration und die Winterdeko etwas Eingenständiges und Unterschiedliches sein können, noch näher. Für die Winterdeko würde der Startschuss demnach erst um Weihnachten herum (der Praktikabilität zuliebe wohl eher nach Weihnachten) fallen, wobei sie bis zum letzten Drittel des Monats März gefragt sein könnte.

Natürlich orientiert sich aber niemand in Sachen Deko wirklich an der Astronomie und selbstverständlich auch nur wenig an der Meteorologie. Dekorationen sind oft vielmehr Ausdruck von Gefühlen und Sehnsüchten. Das Wetter und somit auch die Meteorologie kann dabei zwar schon Einfluss auf unsere Gefühle und Wünsche haben, dabei müssen aber nicht immer exakte Übereinstimmungen dominieren.

Blume sprießt durch den schmelzenden Schnee

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Ein Beispiel: Schneit es Mitte Februar ausgiebig, ist dies meteorologisch nachvollziehbar und passend, wir sehnen uns aber vielleicht schon längst wieder nach dem Frühling mit seinen angenehmeren Temperaturen. So versuchen wir vielleicht, den Frühling quasi herbeizulocken, wenn wir nun die Winterdeko verstauen und die Frühlingsdeko zum Zuge kommen lassen, auch wenn dieses Unterfangen natürlich nur Einfluss auf unsere Gefühlswelt und nicht auf das Wetter hat. In Geschäften ist oft schon bald nach Weihnachten Schluss mit Winter und kurz, nachdem die Weihnachtsmänner aus den Regalen verschwunden sind, scheinen gefühlt auch schon wieder die Osterhasen einzuziehen. Dies wiederum geht manchem zu Recht zu schnell: Wie deutlich geworden ist, ist der Winter schließlich mehr als Weihnachten und durch ein zu frühes Umswitchen auf Frühling beraubt man sich auch in Sachen Deko vieler schöner Dinge, die für die kalte Jahreszeit typisch sind.

Wie lange Sie auf eine Winterdeko setzen, bleibt schlussendlich aber natürlich ganz Ihrem Gefühl überlassen. Erfahrungsgemäß gilt, dass es manchen früher und später im ersten Quartal des neuen Jahres packen könnte, und die Winterdeko gegen eine frühlingshafte Deko ausgetauscht wird. Wie dem aber auch sei: Finden Sie ruhig Ihren eigenen Weg, damit Sie sich in Ihren eigenen vier Wänden rundherum wohlfühlen und es dort genau so lange winterlich kuschelig ist, wie Sie es sich wünschen!